Sprecher: Bernd Voss; Sprecherin: Regina Jaeger

Anzahl der Treffen:                                                             4

Sitzungsteilnehmende, Anzahl                                         5 - 14 

Mit der LAG Energiepolitik  wurde Anfang des Jahres ein Positions-Papier zur Nutzung der Biomasse erarbeitet, das der Bundesebene zugearbeitet wurde. Hier ging es im Wesent-lichen darum, die Förderung der Erzeugung von Energie und Wärme aus Biomasse, die wir Grünen prinzipiell unterstützen, nicht als unkontrollierten Wildwuchs zuzulassen, sondern die Nutung dieser Energieträger unter Grüne Prämissen zu stellen. Besonderer Dank gilt Valerie und Bernd, die ihre Fachkompetenzen aus unterschiedlichen Blickwinkeln heraus mit viel Kraftanstrengung zu einem gemeinsamen Standpunkt formulierten.

Auch an dem auf dem Kleinen Parteitag eingebrachten Papier zum Klimawandel hatte die LAG LW mitgewirkt.

Das immer wieder kehrende Thema Gentechnik in der Landwirtschaft hatte in 2007 einen kräftigen Schub bekommen. Auf Bundesebene wurde das Gentechnik-Gesetz novelliert. Es wirft aus Sicht der LAG viele Fragen auf, zum Beispiel die bewusste Inkaufnahme der  Unter-schreitungen von Mindestabständen im Pflanzenbau. Faktisch handelt es sich um  äußerst fragwürdiges Tolerieren von Einkreuzungsgeschehen. "Passender"weise dazu passierte eine versehentliche Verunreinigung von landwirtschaftlichen Flächen auch in Schleswig-Holstein  durch Ausbringen von Gen-Raps-Saatgut. Minister von Boetticher begegnete diesem Vorfall mit unglaublicher unsachgemäßer Fehl-Reaktion. Die LAG konnte, in enger Zusammenarbeit auch mit dem BUND,  Fraktion und Landesvorstand wesentlich bei ihrer fachlich korrekten Öffentlichkeitsarbeit zuarbeiten. Der Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen bleibt nach Einschätzung der LAG LW ein von der Öffentlichkeit beachtetes Dauerthema, für das man sich kampagnenfähig halten sollte.   

Intensiv diskutierte die LAG LW die Förderung des ökologischen Landbaus. Der Empfeh-lung von Taube, die Förderung des ökologischen Landbaus künftig an gewissen Gebiets-kulissen zu orientieren, um maximale Effekte der Fördermittel zu erzielen, konnte sich die LAG mehrheitlich nicht anschließen. Die Zwecke der Förderung des Ökolandbaus, das ist Marktentlastung einerseits und Erfüllung gesellschaftlicher Zielsetzungen andererseits, würde durch ein solches Modell unterlaufen.

Mit Detlef zusammen diskutierte die LAG Details zur Transparenzinitiative. Hier geht es um eine öffentlich gemachte Aufstellung der Prämiensummen je landwirtschaftlicher Aus den Reihen des Bauernverbandes gab es heftigen Widerstand.

Zur Vogelgrippe hatte die Landtagsfraktion eine gut besuchte, gelungene Veranstaltung durchgeführt, bei der die LAG LW Bernd als ein Referent vortrug. Nach dieser Veranstaltung bleibt einmal mehr die unbeantwortete Frage im Raum, warum die Bundesregierung völlig unzweckmäßig auf dieses Phänomen reagiert. Der Verdacht erhärtete sich, dass die Frei-landhaltung von Nutztieren generell diskreditiert werden soll, um den industriell betriebenen Tierhaltung Profite zu sichern. 

Wie alle anderen LAGen waren wir aufgefordert, für die anstehenden Kommunalwahlen Kommunalwahl-Bausteine zu formulieren. Da politische Weichenstellungen für die Landwirtschaft selten eine Kreis- oder Gemeindekompetenz ist, konzentrierten wir uns auf wenige Kern-Bausteine wie die Förderung kommunaler Selbstvermarktung landwirtschaftlicher Produkte oder die Idee, dass die jeweilige Kommune dem Aktionsbündnis Gentechnikfreie Landwirtschaft beitreten solle.

Regina hatte eine Tagung in der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft in Celle besucht. Das aus ihrer Sicht bemerkenswerteste Referat hatte die Biophotonen-Methode als Nachweismethode für die Herkunft organischer Lebensmittel zum Thema. Biophotonen sind messbare Lichtemissionen lebender Organismen. Offenbar gibt es einen Zusammenhang zwischen "Vitalität" und emittierter Lichtmenge. Die vorgestellte Doktorarbeit hält es für möglich, mit Hilfe dieser Technik die tatsächliche Herkunft von Lebensmitteln sicher nach Produktionsverfahren zuordnen zu können zum Beispiel nach ökologischer Produktion oder konventioneller. Das Interesse an dieser Technik ist nach Meinung der LAG zurzeit gemessen an der möglichen Bedeutung noch zu niedrig.

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