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PM Nr. vom 19.07.2010

Das Risiko der Demokratie

Zum Ergebnis der Abstimmung über die Schulreform in Hamburg sagt die Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen in Schleswig-Holstein, Marlene Löhr:

Ich bedauere, dass sich die Hamburgerinnen und Hamburger gegen die Schulreform entschieden haben. Hamburg hätte mit einer positiven Entscheidung bildungspolitisch große Schritte nach vorn gemacht.

Dennoch muss man das Ergebnis akzeptieren. Ein größeres Maß an direkter Demokratie, wie es die Grünen schon lange fordern, beinhaltet auch immer das Risiko, eine Abstimmung zu verlieren.

Großer Dank gilt dem Bündnis der "Schulverbesserer" in Hamburg, welches in den letzten Wochen unermüdlich für die Reform gestritten hat. Ihr Einsatz hat sich trotzdem gelohnt: In Hamburg ist wohl noch nie so intensiv über Bildung diskutiert worden wie in den vergangenen Wochen.

Aber selbst ohne die Primarschule behält Hamburg im Rennen um das modernere Schulsystem die Nase vorn. Im Gegensatz zu Schleswig-Holstein hat man sich hier auf ein zweigliedriges Schulsystem aus Gymnasium und Stadtteilschule geeinigt - das Gymnasium führt in 12 Jahren zum Abitur, die Stadteilschule bietet diese Möglichkeit nach 13 Jahren. Von dieser Klarheit in der Schulstruktur ist die schwarz-gelbe Landesregierung in Schleswig-Holstein weit entfernt.


(c) BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
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