Kleiner Parteitag der Grünen: Gerechtigkeit Grün gestalten
"Wir sind die Partei, die die Grundnormen für unser Miteinander erarbeiten wollen, unabhängig von den Interessen einzelner Klientelgruppen. Das ist von Schwarz-Gelb nicht zu erwarten", sagte die Landesvorsitzende Eka von Kalben in ihrer politischen Rede auf dem heutigen Kleinen Parteitag von Bündnis 90/Die Grünen in Kiel. "Eine Regierung ist gewählt zu regieren und sollte sich zuvor über die angestrebten Konzepte einig sein. Ich erkenne kein schwarz-gelbes Konzept in Schleswig-Holstein, weil es vermutlich auch keines gibt. Die Bürgerinnen und Bürger haben aber ein Anrecht darauf zu erfahren, was sie erwartet."
Die Grünen Schleswig-Holsteins haben heute auf Ihrem Kleinen Parteitag einen grundlegenden Antrag zum Thema Gerechtigkeit verabschiedet: "Gerechtigkeit soll zur Leitlinie für die kommende Parteiarbeit unseres Landesverbandes gemacht werden", sagte Eka von Kalben.
Konkret wurde das Thema Gerechtigkeit an einem Antrag zur Gleichstellungspolitik. Die Landesvorsitzende Marlene Löhr, die den Antrag einbrachte, sagte dazu: "Es kann nicht mehr um den Geschlechtergegensatz "wir und ihr" gehen, sondern muss um den gemeinsamen Einsatz für ein moderne und solidarische Gesellschaft gehen. Gleichstellung ist bisher ein Versprechen auf dem Papier. Beide Geschlechter sind gleichermaßen dafür verantwortlich, dass sich dies ändert."
Ein lautstarkes und buntes Signal sendete der Parteitag auch mit der Aufforderung sich an der Menschenkette zwischen den AKWs Krümmel und Brunsbüttel zur Abschaltung der Atomkraft am 24.4.2010 zu beteiligen. Die Grünen bringen sich aktiv im Aktionsbündnis ein und werden mit vielen Mitgliedern vor Ort sein.
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