Breiter Protest gegen CO2 - Endlager

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CCS (Carbon Dioxide Capture and Storage) ist eine Technologie mit der das Treibhausgas CO2 aus den Abgasen von Kohlekraftwerken abgesondert, verdichtet und unterirdisch gespeichert wird.

Der Energieriese RWE, der auch zahlreiche Kohlekraftwerke betreibt, plant ein solches CO2-Endlager in den Kreisen Nordfriesland und Schleswig-Flensburg. Dorthin soll das gefährliche Gas durch viele Hundert Kilometer lange Pipelines von Nordrhein-Westfalen aus gelangen. Für den Spätsommer, wenn die Erntesaison vorbei ist, plant RWE im Norden Schleswig-Holsteins mit Probesprengungen zu beginnen, um die "salinen Aquifären" für die unterirdische Speicherung des Klimakillers CO2 unter der Geest zu erkunden.

Zahlreiche Argumente sprechen gegen diese Risikotechnologie (MEHR); so ist vor Ort eine breite Protestbewegung gegen CCS entstanden, die 50.000 Unterschriften für eine Petition sammeln will.

Am Mittwoch, 17. Juni 2009, fand vor dem Landeshaus in Kiel eine Protestaktion gegen das geplante CSS-Gesetz statt (Fotos unten). Dazu aufgerufen hatten Bündnis90/DIE GRÜNEN. Die Aktion fand breite Unterstützung, u.a. von der Bürgerinitiative "Stoppt das CO2 -Endlager", dem BUND und aus dem Bauernverband Nordfriesland. Der politische Druck auf die Landesregierung  wächst - gemeinsames Anliegen ist, dass Schleswig-Holstein im Bundesrat gegen das CCS-Gesetz stimmt.

  
Youtube-Video der Anti-CCS-Protestaktion vor dem Landeshaus

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Breiter Protest gegen CCS am 17. Juni 2009 in Kiel.

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Landesvorsitzende Marlies Fritzen: "Wir fordern die Landesregierung auf, unmissverständlich die Interessen des Landes und der BürgerInnen im Bundesrat zu vertreten und das CCS-Gesetz abzulehnen. Die Landesregierung muss sich dafür einsetzen, dass Nordfriesland und Schleswig-Flensburg nicht zum Treibhausklo der Nation werden".

Ingrid Nestle CCS BE_440
Ingrid Nestle, die schleswig-holsteinische Spitzenkandidatin zur Bundestagswahl, beteiligte sich an der CCS-Protestaktion vor dem Brandenburger Tor, die zeitgleich stattfand. Nestle: "Es soll ein Genehmigungsabspruch im Gesetz festgeschrieben werden, bevor überhaupt klar ist, wie die Technologie funktioniert und was das für Folgen haben wird. Dagegen wehren wir uns. Zusätzlich brauchen wir diese Kohlekraftwerke gar nicht, für die CCS eingesetzt werden soll. Ganz im Gegenteil, sie behindern lediglich den Ausbau der Erneuerbaren Energien".

CCS Robert Habeck_440
Landesvorsitzender Robert Habeck am 17. Juni vor dem Landeshaus:  "Schleswig-Holstein ist das Land der erneuerbaren Energien und keine Müllhalde für CO2".

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Auch u.a. die Bürgerinitiative "Stoppt das CO2-Endlager" beteiligte sich an den Protesten.

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