
Die Landesregierung vergibt große Chancen bei den Erneuerbaren Energien
Zur Pressemitteilung von Minister von Boetticher, dass sich Schleswig-Holstein im Bundesrat für die Abscheidung von Kohlendioxid einsetzt, erklärt die Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen zur Bundestagswahl, Ingrid Nestle:
Mit dieser Stellungnahme beweist die Landesregierung einmal mehr eine extrem kurzfristige Sichtweise. In der Hoffnung auf vorübergehende Steuereinnahmen werden die Sicherheit der Bevölkerung, Auswirkungen auf die Umwelt sowie langfristige finanzielle Risiken blind ignoriert – eine Denkweise, deren Folgen bei der HSH Nordbank nur allzu deutlich geworden sind.
Dabei ist die Kohleverstromung mit unterirdischen CO2-Deponien in Deutschland noch nicht einmal ein sinnvoller Beitrag zum Klimaschutz. Vielmehr werden die Kohlekonzerne alles daran setzen, die erneuerbaren Energien auszubremsen, wenn dieses Gesetz verabschiedet wird. Denn erneuerbare Energien und Strom aus schwerfälligen Kohlekraftwerken werden in Zukunft nicht gemeinsam in das Stromnetz passen. Damit werden in Schleswig-Holstein auch große Chancen in der Branche der erneuerbaren Energien vertan. Hier liegt das Potenzial für Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft in Schleswig-Holstein – nicht als Müllabfuhr für die Kohlekonzerne.
Landesverband Schleswig-Holstein
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