Keine Kohlekraftwerke in Brunsbüttel, Ein Meer aus Luftballons warnt vor dem Klimawandel

Schlauchboot Steinburg_172

Keine Kohlekraftwerke in Brunsbüttel

Ein Meer aus Luftballons warnt vor dem Klimawandel

Am Pfingstmontag, dem 12. Mai 2008, verdeutlichten in einer gemeinsamen Aktion die Steinburger GRÜNEN und die Bürgerinitiative Gesundheit und Klimaschutz Unterelbe mit einem "Meer aus Luftballons" wie hoch der Meeresspiegel steigen würde, wenn nichts gegen den Klimawandel getan werden würde. Ein Anstieg des Meeresspiegels um ca. 7 Meter wird für diesen Fall in den nächsten Jahrhunderten prognostiziert. An der "Tiefsten Landstelle Deutschlands", die mit 3,54 m unter NN in der Wilstermarsch liegt, ließen über 50 BI-Mitglieder bei strahlendem Pfingstwetter ca. 350 blaue Luftballons an 10,50 m langen Schnüren in die Luft steigen. In dieser Höhe würde sich nach dem Schmelzen des arktischen Eises der Meeresspiegel befinden. Für die zahlreichen Besucher der Aktion wurde diese Höhe durch die Luftballonswogen sehr anschaulich, zumal am Aktionsort Markierungen an einem hohen Pfahl die historischen Sturmfluthöhen sowie die jetzige Elbdeichhöhe von acht Metern genau anzeigen. Die Luftballons überragten – wenn sie bei Windstille gerade nach oben stiegen – diese Marken um einige Meter.

Stefan Klose von der Bürgerinitiative wies in einer kurzen Ansprache darauf hin, dass die in Brunsbüttel geplanten 4 Kohlekraftwerksblöcke "Klimakiller" wären und erheblich zum CO2-Ausstoss beitragen würden. Wenn es kein sofortiges klimafreundliches Handeln bei den politisch verantwortlichen Personen gäbe, könnte das Szenario der überfluteten Marschen schon in gar nicht mehr so ferner Zeit Realität werden. Dr. Jürgen Ruge, von den Steinburger GRÜNEN, der diese Aktion initiiert und organisiert hatte, ließ sich deshalb auch gleich in einem Rettungsboot fotografieren. Auf einem Schild war zu lesen: "Kohle killt Klima - … und lässt den Meeresspiegel steigen!"

Das Schlauchboot wird übrigens unter all den EinsenderInnen verlost, die eine der Karten zurücksenden, die an die Luftballons gehängt wurden, bevor diese am Ende der Aktion in südwestliche Richtung in den Himmel empor schwebten.

Weitere Fotos der Aktion auf www.gruene-steinburg.de