Rechenschaftsbericht 2007 der Landesarbeitsgemeinschaft Demographie

Statistik:

  • 9 Sitzungen
  • 1 leider missglückte Veranstaltung mit Britta Hasselmann wegen kurzfristiger Absage
  • 1 Weihnachtsessen

Am 14. Februar haben wir unsere SprecherInnenwahl abgehalten. Gisela Schulz und Sabine Meyer Zenk wurden gewählt. Leider musste Sabine ihr Amt wg. Arbeitsüberlastung im Juni abgeben. Beate Pfeiffer wurde einstimmig als ihre Nachfolgerin gewählt.

Es wurde eine Arbeitsliste zu verschiedenen Themen erstellt und auf die MitgliederInnen verteilt.

Karin hat ein umfassendes Papier zu "Familie ohne Zukunft – keine Zukunft ohne Familie"  im Hinblick auf den Demographischen Wandel erarbeitet.

Es gliedert sich in:

  1. Problemlage:
    Eine höhere Lebenserwartung der Menschen und rückläufige Geburtenraten verlangen konstruktive Antworten.
  1. Herausforderungen bewältigen
    Grundsätzlich gilt: Es gibt nicht zu viele Alte, es gibt zu wenig Kinder in Deutschland. Die Herausforderung kann gemeistert werden, wenn wir eine nachhaltige und bevölkerungsorientierte Familienpolitik anstoßen, die den Menschen in ihrem ganzheitlichen Lebenszusammenhang von Beruf und Privatleben sieht. ...
  1. Gründe gegen Kinder
    Laut einer Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach vom März 2004 spielen unterschiedliche Motive eine Rolle. Die fehlende Betreuungsmöglichkeit als alleinigen Grund wurde nur von 9 % der Befragten genannt. ...
  1. Wünsche der Kinderlosen
  1. Was bedeutet das für uns? Was müssen wir tun?
  1. Fazit:
    Eine moderne und sozial ausgestaltete zukunftsorientierte Familienpolitik orientiert sich an den Bedürfnissen der Familien auf den Handlungsfeldern
    - Arbeitsmarktpolitik
    - finanzielle Absicherung
    - Lebensumfeld/Infrastruktur

Natürlich ist der Text wesentlich ausführlicher. Zu erhalten bei der LAG.

Für die kommunalen Textbausteine hatten wir folgende Themen aus demographischer Sicht als dringlich empfunden:

  • Bauen und Wohnen: insbesondere die kommunalpolitische Sicht unter dem Aspekt des demographischen Wandels (DW) im ländlichen Raum,
  • Kinderbetreuung: die im Zuge des DW eintretende Minderung der Kinderzahl sollte als Chance zur Qualitätsverbesserung genutzt werden. Insbesondere in ländlichen Gemeinden wäre durch das Einrichten von altersgemischten Gruppen inklusive Krippenlätzen der Erhalt der Einrichtungen möglich.
  • Zuwanderung: Grundlage für eine geregelte Zuwanderung ist, dass die Einhaltung der Arbeitsschutzrichtlinien in unserem Land auch für alle zugewanderten Menschen gilt und überwacht wird.
  • Demographie in den Ämtern, Kommunen und Arbeitswelt, Pflege, Unternehmensstrukturen und Arbeitsorganisation in Folge des DW und Anpassung von Raumordnung, Landes- und Regionalplanung.

Eine geplante Veranstaltung mit Britta Hasselmann zum Thema Bauen & Wohnen – zweite Veranstaltung zu den 12 strittigen Thesen – fiel einen Tag vorher aus, weil die Bahn streikte und Britta nicht sicher war, ob sie ankommen, bzw. wieder weg kommen würde. Sie ist aber sehr daran interessiert, diese Veranstaltung nachzuholen.

Als umfangreiches Programm hat sich die LAG eine "Wertedebatte aus Sicht der demographischen Entwicklung" vorgenommen. Schon der Beginn der Debatte – allein über die Struktur – ließ erkennen, dass dieses Thema äußerst diffizil ist. Ein Blick in das Bundesprogramm zeigte die Schwierigkeiten auf, nicht in Allgemeinplätzen zu verharren. Vor allen Dingen waren wir nicht zufrieden damit, dass das Programm ausschließlich von den für uns geltenden Werten als Non-plus-ultra für die gesamte Menschheit ausging. Wir stellten fest: ohne Nationalist zu sein – wir können keine globale, einheitliche Wertedebatte führen. Jede Nation hat ihre eigene Tradition und Religion, auf der sie ihre Werte begründet. Das bedeutet für die Debatte eine Beschränkung auf mögliche Umsetzungsbereiche. Das Thema Finanzmärkte ist bei der vorliegenden Themensammlung in unseren Augen das Einzige, das unbedingt global gesehen werden muss. Wir wollen versuchen, einen Fachmann von der UNO, der für internationale Wirtschaftsfragen zuständig war, für diese Diskussion zu gewinnen. Für uns ergaben sich bei der 1. Ideensammlung folgende Schwerpunkte:

Achtung der Menschenrechte und Menschenwürde
Bildung
Freiflächenkonzepte (besonders in sich leerenden ländlichen Räumen)
Finanzmärkte – ethische Spielregeln
Armut – Werte
Verstärkung der Individualisierung durch Egoismus
Politik – Werte – Moral
Natur und Werte

Die LAG beabsichtigt, relativ kurze Texte zu erstellen und sie dann auf einem Parteitag als Grundsatzdebatte über grüne Werte einbringen. Wir sind uns im Klaren, dass diese Arbeit noch weit bis 2008 hineinreichen wird.

Anträge der LAG für den Landesparteitag

  • -          Den Raum teilen                                  abgelehnt
  • -          Änderungsantrag zu Lebensland         angenommen
  • -          Kreative und flexible Arbeitszeit            vertagt

 Gisela Schulz                                                  Beate Pfeiffer