Klimaschutzaktion der Lübecker Grünen und dem Landesverband von Bündnis 90/Die Grünen vor den Lübecker Stadtwerken
Zur Klimaschutzaktion der Lübecker Grünen und des Landesverbandes von Bündnis 90/Die Grünen vor den Lübecker Stadtwerken:
Die Stadtwerke müssen sich für den Klimaschutz bewegen, statt auf Kohlen zu sitzen.
"Am 8. 12. ist internationaler Klimatag. Hierfür wollen wir ein Zeichen vor Ort setzen gegen die klimaschädliche Entscheidung der Stadtwerke, gemeinsam mit ihrem nichtstädtischen Anteilseigner DONG aus Dänemark, in den Neubau von Kohlekraftwerke in Lünen und Lubmin zu investieren", erklärt Angelika Birk, Lübecker Kreisvorstand und Landtagsabgeordnete. "Die Stadtwerke müssen sich für den Klimaschutz bewegen, statt auf Kohlen zu sitzen."
"Deshalb kippen wir den Lübecker Stadtwerken heute schwarze Kohle vor die Tür und werden heute und auch in Kiel und andernorts in den nächsten Tagen ein Zeichen für den Klimaschutz setzen", betont Marlies Fritzen, Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Schleswig-Holstein.
"Vor wenigen Tagen haben Berichte in den dänischen Medien über deutsche Anwohnerproteste gegen das von DONG in Mecklenburg Vorpommern geplante Kohlekraftwerk im dänischen Parlament heftige Kritik an DONG ausgelöst. Dieser Protest von verschiedenen Seiten ist ermutigend," sagt Eyke Bittner für die Grüne Jugend Schleswig-Holstein.
"Auch die Lübecker Grünen haben wiederholt den klimaschädlichen Irrweg der Stadtwerke im Schlepptau von DONG in der Bürgerschaft und im Landtag kritisiert und konkrete bezahlbare Vorschläge gemacht, Strom und Wärme klimafreundlicher zu produzieren", so Angelika Birk.
"Es geht auch anders: Die Stadtwerke Kassel bieten seit November allen PrivatkundInnen ohne Aufpreis nur noch Ökostrom an. Diesem Beispiel folgt auch die schleswig- holsteinische Stadt Wedel. Den GeschäftskundInnen bietet Kassel vor allem die modernste Nutzung fossiler Energien durch Blockheizkraftwerke mit effizienter Kraft- Wärme- Kopplung an. In Lübeck behaupten die Stadtwerke, sie fänden dafür keine Kunden und die Stadtverwaltung selbst schreckt noch davor zurück, mit gutem Beispiel voran zu gehen."
"Die Grünen im Landtag haben ein Fachgutachten vorgelegt, wie Schleswig Holstein aus der Kohle und Atomtechnologie aussteigen und in eine nachhaltige Energienutzung einsteigen kann. Diesen Weg mit großem Engagement zu verfolgen, stehen gerade Stadtwerke in der Pflicht."
Angelika Birk weiter: "Die vielen KundInnen, die den Stadtwerken den Rücken gekehrt haben, sollten zu denken geben. Bisher habe ich persönlich diesen Schritt noch nicht getan, sondern beteilige mich an dem öffentlichen Protest, der die Stadtwerke an ihren gemeinwohlorientierten Auftrag erinnert, ökologisch verantwortbare Energieförderung zu sozialen Preisen zu liefern. Wenn die Stadtwerke weiter eine Atom- und Kohlepolitik mit DONG verfolgen und mit ihrem Tarifsystem vor allem viel verbrauchende Großkunden belohnen, werde auch ich mir einen anderen Anbieter suchen."

Bild links: Landtagsabgeordnete Angelika Birk mit einem Vertreter der Lübecker Stadtwerken
Bild rechts: Lübecker Grüne protestieren gegen weitere Kohlekraftwerke und für den Ausstieg aus Kohle- und Atomtechnologie