LaVo Marlies Fritzen Portrait_172
PM Nr.054.07 vom 06.09.2007

Kein Handschlag für den Brückenschlag

Zu den Gesprächen zwischen Ministerpräsident Carstensen und VertreterInnen der Stadt Fehmarn, des Kreises Ostholstein und GegnerInnen der festen Fehmarnbelt-Querung erklärt die Landesvorsitzende und Kreistagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, Marlies Fritzen:

Die endgültige Entscheidung der Dänen für eine feste Beltquerung steht noch aus, die Kritik gegen das Projekt wird auch in Dänemark immer lauter, und doch beginnen bei uns schon erste Gespräche über mögliche Ausgleiche und "Brückengewinnler". Beides wird es jedoch nicht geben. Die Insel Fehmarn wird über Jahre zu einer gigantischen Großbaustelle verkommen, der gesamte Kreis Ostholstein zum Transitland zwischen Hamburg und Malmö. Hunderte Arbeitsplätze werden auf der Insel vernichtet, wenn der Schiffsverkehr eingestellt wird. Wirtschaftsbetriebe siedeln sich an den Endpunkten der Transitlinie aber nicht in Ostholstein an. Der Tourismuskreis wird dagegen durch zunehmenden Schwerlastverkehr belastet. Zudem beschädigt der Brückenbau das ohnehin bereits schwer gestörte Ökosystem Ostsee nachhaltig.

Wir Grüne bleiben dabei: Die feste Fehmarnbelt-Querung ist eine ökonomische und ökologische Katastrophe für die Insel Fehmarn und den gesamten Kreis Ostholstein. Die Brücke darf nicht gebaut werden!


(c) BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Landesverband Schleswig-Holstein
Jörg Nickel, stellv. Pressesprecher
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