
Der friedliche Protest ist nötig
Zur Auftakt-Großdemonstration in Rostock erklären der Fraktionsvorsitzende Karl-Martin Hentschel und der Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Robert Habeck, die beide an der Demonstration am vergangenen Sonnabend teilgenommen haben:
Viele schleswig-holsteinische Grüne sind am Sonnabend nach Rostock gefahren, um friedlich für eine gerechte Globalisierung und wirksamen Klimaschutz zu demonstrieren.
Auch wenn die Erwartungen nicht ganz erfüllt wurden, stellen wir fest, dass es eine Demonstration von solcher Teilnehmerzahl in Deutschland seit Jahren nicht gegeben hat. Wir begrüßen ausdrücklich das hohe politische Engagement von zigtausenden jungen Menschen, die für ihre Zukunft auf die Straße gehen. Die Proteste gegen den G8-Gipfel können der Auftakt einer neuen sozialen Bewegung sein.
Allerdings wissen wir auch von vielen Menschen, die aus Angst vor Gewalt Zuhause geblieben sind. Die Ausschreitungen vom Wochenende lassen befürchten, dass der friedliche Protest geschwächt wird. Das aber bedeutet, den GewalttäterInnen das Feld zu überlassen.
Die Gewalt-Vorkommnisse von Rostock müssen zu einer neuen Strategiediskussion führen. Es muss gelingen, die GewalttäterInnen von den Protesten auszuschließen.
Wir rufen dazu auf, weiter friedlich und phantasievoll für Alternativen zur bisherigen Globalisierungspolitik zu demonstrieren. Die Kritik am G8-Treffen ist berechtigt.
Die Staaten der G8 fassen Beschlüsse, die die gesamte Welt betreffen, sie vertreten aber nur 13 Prozent der Weltbevölkerung. Deshalb muss das Treffen demokratisiert und in die Gremien der UN überführt werden.
*****
Landesverband Schleswig-Holstein
Pressesprecherin
Claudia Jacob
Wilhelminenstr. 18
24103 Kiel
Tel.: 0431 / 59338 - 0
Fax: 0431 / 59338 - 25
Mobil: 0172 / 541 83 53